Mobile Praxis Psychotherapie: Patient-Computer-Therapeut als ein modernes Miteinander

Mobile Praxis Psychotherapie – ein Erfahrungsbericht von Mag. Gertraud Maria Trieb, Lebensfarben,  6. August 2015

Die mobile Praxis ist für TherapeutInnen kein neuer Begriff in ihrer Arbeitswelt – im Gegenteil! Der externe Zugriff auf  Patientendaten (z.B. Homeoffice Optionen), das Arbeiten innerhalb wechselnder Örtlichkeiten zählen zu den selbstverständlichen Mobilitätsfaktoren einer modernen und flexiblen Praxisorganisation. Die Dokumentation von Therapieleistungen außerhalb der eigenen vier Praxiswände fand bis jetzt meistens händisch statt und wurde im besten Fall nachträglich am Computer eingearbeitet – war also entweder mangelhaft dokumentiert oder bereitete doppelten Arbeitsaufwand, beides inakzeptabel.

Die Internet Software Therapy Observer© bietet dafür eine optimale Lösung. Kein Arbeitsschritt braucht zweimal getätigt zu werden. „realtime documentation“ als Zauberwort beschreibt nichts anderes als die modernste Form einer systembasierten Adminstrationsleistung. Der/Die TherapeutIn kann ortsunabhängig alle patientenrelevanten Daten abrufen und abbilden. Mit einer entsprechend effektiven Hardware dazu (idealerweise Laptop/Tablet Kombination) eröffnet dieses System eine revolutionäre Art der Daten- und Arbeitsmobilität.

mobile praxis psychotherapie

 

Abb.: die mobile Praxis Psychotherapie – Patientengespräch mit zeitgleicher Dokumentationsleistung mittels Ultrabook (Laptop & Tablet in einem)

 

Vertreter von klassischen Dokumentationsmustern argumentieren hierzu nicht selten, dass der Kontakt zwischen Patienten und TherapeutIn gestört, ja wenn nicht völlig negativ besetzt sei, sobald zwischen den beiden ein „Fremdkörper“, wie etwa der eines Computers bestehe. Diese Argumentation ist heute natürlich völlig haltlos und in Realität längst gegenteilig bewiesen. Zum einen handelt es sich in der Regel um kleine Gerätschaften, die sich exakt gleich wie z.B. ein kleiner Notizblock verwenden lassen. Zum Zweiten ist das Arbeiten mit mobilen Endgeräten wie Handys, Tablets, etc. mittlerweile so selbstverständlich wie nützlich. Der Computer in Notizblockform ermöglicht nämlich schlichtweg alles: Texteingaben, Datenabruf, ja selbst das Übermitteln von Daten an den Patienten während dieser noch gegenüber sitzt. Nicht selten höre ich mich sagen: „Ich habe Ihnen Ihren Patientenakt oder Ihre Rechnung bereits abgelegt“. Das erstaunte Gesicht meines Gegenübers belegt: das Schlagwort „mobile Praxis Psychotherapie“ gilt als zeitgemäß definierter Kundenwunsch!